Industrielles Remanufacturing: Warum die additive Fertigung mit Laser-DED alles verändert

Was, wenn das beste zu fertigende Teil dasjenige wäre, das man nicht ersetzt?

Wenn ein Industriebauteil das Ende seiner Lebensdauer erreichte oder einen beschädigten Bereich aufwies, war sein Austausch lange Zeit die naheliegendste Lösung. Heute wird dieser Ansatz in Frage gestellt.

Angesichts knapper werdender Ressourcen, Dekarbonisierungsziele, angespannter Lieferketten und Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit suchen Industrieunternehmen heute nach Lösungen, die die Lebensdauer von Anlagen verlängern und zugleich ihre Umweltauswirkungen begrenzen.

In diesem Kontext setzt sich das Remanufacturing zunehmend als neues industrielles Modell durch.

Remanufacturing: ein neuer Ansatz für industrielle Leistungsfähigkeit

Remanufacturing bedeutet nicht einfach, ein defektes Teil zu reparieren. Ziel ist es, ein Bauteil so wiederherzustellen, dass es ein Leistungsniveau erreicht, das mit einer erneuten industriellen Nutzung vereinbar ist.

Dieser Ansatz ermöglicht es, Teile mit hoher Wertschöpfung zu erhalten und gleichzeitig Folgendes zu reduzieren:

  • Den Rohstoffverbrauch;
  • Das Abfallaufkommen;
  • Die Kosten für den Austausch von Komponenten;
  • Die Stillstandzeiten der Anlagen.

Über seine ökologischen Vorteile hinaus wird das Remanufacturing zu einem echten Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz von Industrieunternehmen.

Additive Fertigung mit Laser-DED für die Reparatur von Komponenten

Unter den Technologien, die diese Entwicklung ermöglichen, nehmen die Verfahren des Laser-Direct Energy Deposition (DED) mit Pulver- oder Drahtzufuhr heute eine zentrale Stellung ein.

Ihr Prinzip ist einfach: Material nur dort aufzutragen, wo es benötigt wird, mit präziser Kontrolle des Wärmeeintrags und der Geometrie des Auftrags.

Diese Beherrschung ermöglicht insbesondere:

  • Beschädigte Teile zu reparieren;
  • Stark beanspruchte Bereiche aufzutragen;
  • Verschlissene Komponenten wieder auf Maß zu bringen;
  • Die Oberflächeneigenschaften zu verbessern, um die Verschleiß- oder Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen.

Diese Verfahren sind inzwischen ausgereift genug, um direkt in anspruchsvolle industrielle Umgebungen integriert zu werden, und erfüllen die Anforderungen von Branchen wie Energie, Bahntechnik, Schiffbau oder Automobilindustrie.

Von der punktuellen Reparatur zu einer echten Industriestrategie

DED-Verfahren beschränken sich nicht mehr auf punktuelle Reparaturen.

Sie ebnen den Weg für neue Industriemodelle, die das zweite Leben von Komponenten in den Mittelpunkt der Wartungs- und Produktionsstrategien stellen.

Dieser Wandel ermöglicht es, die Verfügbarkeit kritischer Teile zu sichern, die Betriebskosten zu senken und die Abhängigkeit von Lieferungen zu verringern, und trägt zugleich zu den Zielen der Kreislaufwirtschaft bei.

Es geht nicht mehr nur darum, leistungsfähige Teile herzustellen, sondern auch den Wert bereits vorhandener Teile zu erhalten.

Das europäische Projekt RESTORE: die Industrialisierung des Remanufacturing beschleunigen

Dieses Ziel steht im Mittelpunkt des europäischen Projekts RESTORE (Sustainable Remanufacturing solution with increased automation and recycled content in laser and plasma-based process), das vom Programm Horizon Europe im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101138775 gefördert wird.

Das Projekt zielt darauf ab, die wichtigsten technischen und industriellen Hürden zu beseitigen, um das Remanufacturing im großen Maßstab vollständig industrialisierbar zu machen.

Die Arbeiten betreffen insbesondere:

  • Die Integration recycelter Zusatzwerkstoffe in die Verfahren der additiven Fertigung;
  • Die Entwicklung hybrider Verfahren, die das laserbasierte Directed Energy Deposition (L-DED) und das Plasma-Transferred-Arc-Verfahren (PTA) kombinieren;
  • Die Automatisierung der Reparaturvorgänge;
  • Die Optimierung der Auftragsbahnen;
  • Die vollständige Digitalisierung der Remanufacturing-Kette, von der Diagnose bis zur Rückverfolgbarkeit der Arbeitsgänge.

Ziel ist es, leistungsfähigere, reproduzierbarere und nachhaltigere Verfahren für Anwendungen an großformatigen Komponenten in den Bereichen Schiffbau, Bahntechnik, Automobil sowie Luft- und Raumfahrt anzubieten.

Rückblick auf die PLI Conférences 2026

Anlässlich der PLI Conférences 2026 in Limoges stellte Jérôme Wursthorn, Experte bei IREPA LASER, diese Entwicklung der Laser-DED-Verfahren für das industrielle Remanufacturing vor.

Sein Vortrag beleuchtete Erfahrungen aus industriellen Anwendungen sowie die im Rahmen des Projekts RESTORE erzielten Fortschritte.

Der Austausch mit den Teilnehmenden bestätigte das wachsende Interesse von Industrie und Forschung an diesen neuen nachhaltigen Fertigungsansätzen, die industrielle Leistungsfähigkeit, Kostenkontrolle und die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks miteinander verbinden.

IREPA LASER, ein Innovationsakteur für eine nachhaltigere Industrie

Seit mehr als 40 Jahren begleitet IREPA LASER Industrieunternehmen bei der Entwicklung und Industrialisierung innovativer Laserprozesse.

Dank seiner Expertise in der additiven Fertigung mit Laser-DED entwickelt das Team Lösungen für die Reparatur, das Laserauftragschweißen und das Remanufacturing industrieller Komponenten und wirkt zugleich an großen europäischen Projekten mit, die die Industrie von morgen prägen.

Weil industrielle Leistungsfähigkeit nicht mehr nur bedeutet, besser zu fertigen, sondern auch Bestehendes zu erhalten, zu reparieren und ihm neuen Wert zu verleihen, setzt IREPA LASER sein Engagement für eine wettbewerbsfähigere, nachhaltigere und verantwortungsvollere Industrie fort.

Weiterführende Informationen

Entdecken Sie das europäische Projekt RESTORE

IREPA LASER ist Partner des Projekts RESTORE (Sustainable Remanufacturing solution with increased automation and recycled content in laser and plasma-based process), das vom Programm Horizon Europe gefördert wird (Grant Agreement Nr. 101138775).

Dieses Projekt hat zum Ziel, das Remanufacturing dank additiver Fertigungsverfahren, Automatisierung und digitaler Werkzeuge zu einer nachhaltigen, leistungsfähigen und vollständig industrialisierbaren Lösung zu machen.

>> Mehr über das Projekt RESTORE erfahren

Sie haben ein Reparatur- oder Remanufacturing-Projekt?

Sie möchten die Lebensdauer Ihrer Bauteile verlängern, Ihre Instandhaltungsprozesse optimieren oder die laserbasierte additive Fertigung DED in Ihre Industriestrategie integrieren?

Die Experten von IREPA LASER unterstützen Sie bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen – von der Machbarkeitsstudie bis zur Industrialisierung Ihrer Verfahren.

>> Kontaktieren Sie unsere Experten, um über Ihr Projekt zu sprechen

 

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